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Eine Übersicht über Pellets aus Holz

 

Eine Übersicht über Pellets aus Holz

Den Begriff Pellet kennt jeder, doch was ist ein Pellet und worauf ist beim Kauf zu achten? Denn nicht alles, das brennt, ist verträglich für die Umwelt und Ihren Ofen. Damit Sie also lange Freude an Ihrem Ofen haben, sind im Folgenden wichtige Informationen für Sie zusammengefasst.
Qualitätspellets werden aus reiner, unbehandelter Biomasse hergestellt.
Im Folgenden werden wir uns ausschließlich über Holzpellets befassen, die also aus Sägemehl, oder Hobelspänen hergestellt sind. Dieses regenerative Ausgangsmaterial ist nicht nur historisch das älteste von allen, sondern auch das der Zukunft. Denn im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, die immer weniger und dadurch teurer werden, kann Biomaterial ständig nachwachsen und ist dadurch unerschöpflich.
Grundsätzlich verläuft die Herstellung von Holzpellet in folgenden Schritten:

  • Holz wird gesammelt und zu den nötig großen Fraktionen zerkleinert
  • Danach durchläuft das Material einen Trockenvorgang indem es bis auf einen bestimmten, vom Verarbeitungsverfahren notwendigen, Feuchtegehalt gebracht wird
  • Im letzten Schritt wird die vorbereitete Masse durch spezielle Pressen unter Einwirkung von Hitze und hohem Druck in Form gebracht

Natürlich gibt es in Deutschland, wie für alle Produkte auch für die Herstellung von Holzpresslingen eigene Normen, die DIN-Norm 51731 und DINplus. Allerdings ist die DIN-Norm 51731 für Kleinfeuerungsanlagen wie sie in den meisten Haushalten vorkommen weniger geeignet, da Grenzwerte sehr großzügig festgelegt wurden, und den Herstellern auch so, viel Spielraum gelassen wurden. Die DINplus dagegen ist weitaus schärfer gefasst und stellt damit eine geeignetere Orientierung.


Die folgende Tabelle stellt eine Gegenüberstellung der DIN-Norm 51731 und der strengeren DINplus dar.

Eigenschaften Physikalisches Maß DINplus DIN 51731

Durchmesser

mm

4 bis 10

4 bis 10

Länge

mm

5 x D

< 50

Rohdichte

kg/dm3

> 1,12

1,0 bis 1,4

Wassergehalt

%

< 10

< 12

Asche

%

< 0,50

< 1,50

Heizwert

MJ/kg
kWh/kg

> 18

min. 4,9 bis 5,4

17,5 bis 19,5

min. 4,9

Schwefel

%

< 0,04

< 0,08

Stickstoff

%

< 0,3

< 0,3

Chlor

%

< 0,02

< 0,03

Abrieb bei Beladung

%

< 1,0

keine Normung

Abrieb nach Entladung am Schlauchaustritt

%

< 2,3

keine Normung

Die für den Kunden wichtigsten Werte sind hervorgehoben und man kann den Unterschied zwischen den beiden DIN-Normen deutlich erkennen.


Nun wollen wir noch auf die hervorgehobenen Werte kurz eingehen:

  • Rohdichte: Die Rohdichte soll eine Aussage über das spezifische Gewicht des Produktes machen. Je höher dieser Wert ist desto besser wurden die Pellets verpresst und das hat großen Einfluss auf die Lagereigenschaften, oder den Abrieb. Die Lagereigenschaften verbessern sich, da die Presslinge weniger Luftfeuchtigkeit während der Lagerung aufnehmen.
  • Abrieb: Abrieb entsteht bei jeder Pelletsbewegung durch die gegenseitige Reibung. Je dichter die Pellets sind desto härter sind sie und desto weniger Staub, oder Abrieb entsteht. Staub und Abrieb wirken sich negativ auf die Funktion der Heizanlage. Deswegen ist der Wert „Abrieb nach Entladung am Schlauchaustritt“ von besonderer Wichtigkeit für den Endverbraucher.
  • Wasser: Der Wassergehalt sollte im optimalen Fall unter zehn Prozent liegen da ein direkter Zusammenhang zum Heizwert besteht. Dieser liegt bei Qualitätspellet bei ca. 5,0 kWh/kg. Zum Vergleich kann man aus zwei Kilogramm qualitativ hoher Holzpellet, die gleiche Energieausbeute wie aus einem Liter Heizöl, erhalten.
  • Asche: Der Ascheanteil macht eine Aussage über alle Parameter der Holzpellet. Dabei ist die richtige Technologie bei der Verpressung genau so wichtig und ausschlaggebend wie die Verwendung von sauberen und nicht kontaminierten Rohmaterial.

Unseren Kunden empfehlen wir die Verwendung von DINplus zertifizierter Ware. Die Verwendung dieser Qualität garantiert gerade bei automatischen Anlagen einen störungsfreien Betrieb. Ausgesuchte Rohstoffe führen hierbei zu einem sehr geringen Ascheanteil, optimalem Abbrennen und vermindern Verschlackungsprobleme, oder ähnliche Störungen bei der Verbrennung.
Bei unempfindlichen und vor allem bei manuell bedienten Öfen ist die Verbrennung von DIN 51731 auch bedenkenlos möglich. Doch selbst in diesen Fällen empfehlen wir vor dem Kauf von größeren Mengen eine Warenmusterung und evtl. den Kauf einer Probemenge.